28.07.2026, 01:04
Ok… Mammon zog leicht die Augenbrauen zusammen. Nein, ihre Argumentation verstand der Teufelssohn nun wiederum nicht. “Genau das ist es ja. DU entscheidest dich dafür, DEINEN Begierde nachzugehen, ehe du ihren Schlamassel aufräumst, weil du das Gefühl hast, es dann zu tun.” Mammon war ja noch immer der Meinung, dass sie das nicht machen musste aber hey, wenn sie unbedingt dieses Gefühl ihn sich hatte dies tun zu müssen, dann war das nicht sein Problem. Umso erstaunlicher war es dann, als eine andere Seite von Hope zum Vorschein kam. Er hatte es als unwahrscheinlich empfunden, dass sie dazu überhaupt in der Lage war, aber gut, auch Mammon ließ sich dahingehend mal positiv überraschen. Wie es jedoch schien, war es die menschliche Hülle allein gewesen. Aus ihr allein kam diese dunkle Macht, wenn man es mal so nennen wollte. “So, so da steckt wohl mehr in dir drin, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.” Er fand sie ja schon damals recht spannend, nur allein deswegen, weil sie ihren Körper mit dieser Dämonin teilte. Aber jetzt wurde sie aus einem ganz anderen Grund spannend. Steckte in dieser zierlichen Person doch etwas in sich, was stärker war als anfangs gedacht?
Noch interessanter wurde es, als er nun ihren tiefsten Wünsche hervorgelockt hatte. Nicht das, was sie anfangs gesagt hatte, sondern ihre Rachewünsche. Erst wollte Hope sie als die Wünsche von Lamia abtun, aber dann hatte sie anscheinend festgestellt, dass es ihre eigenen waren. Ob es Mammon gefiel? Definitiv! Vielleicht behielt er sich genau das im Hinterkopf. Vielleicht… konnte man das ja für ihre Schuldabarbeitung nutzen. „Du hast aber nur den Teil interessant gefunden, der dir ähnlich ist.“ Ein müdes Lächeln huschte über seine Lippen. “Entschuldige, aber für Sex bin ich momentan nicht in Stimmung und all dieser ganze Gefühlskram, dafür musst du dir definitiv jemand anderes suchen.” Meinte Mammon. “Was jedoch dein Wunsch nach Rache angeht, nun das ist etwas, den ich dir durchaus erfüllen könnte.” Oh ja, das konnte er in der Tat.
Genauso konnte er jemanden bestrafen, wenn dieser seine Schulden nicht bezahlen wollte. Mammon fand, dass es sein gutes Recht war. Er hatte dem Anderen etwas gegeben, was dieser verlangt hatte und im Gegenzug konnte Mammon schließlich etwas zurückverlangen. Wenn sich da jemand weigerte, war es da nicht legitim, diesen dann dafür zu bestrafen? “Oh, das ist eine Art der Bezahlung.” Meinte Mammon mit einem gewissen Lächeln auf den Lippen. “Würde ich von dir Gehorsam verlangen, dann würdest du jetzt definitiv vor mir knien!” Da war sie wieder, diese Stimme eines Prinzen, der sich über das gemeinen Fußvolk sah. Wieso auch nicht? Er war etwas Besseres als diese Menschen und er war etwas Besseres als Dämonen. Natürlich könnte er sich so ein Verhalten erlauben. “Dennoch… sehe es als eine Art Gefallen oder Deal an. Ich verschone dich damit, dass meine Security dich unsanft rausschmeißt und der Polizei übergibt und du stehst dafür bei mir in der Schuld, die ich irgendwann beglichen haben will. Was und wann ist jedoch dabei meine Entscheidung.” Erklärte Mammon, der es absolut nicht für Gehorsam hielt, sondern eher für eine Win-Win-Situation. “Und es obliegt ganz allein dir, ob du eben deine Schuld, die du bei mir hast, dann begleichst oder dich dagegen entscheidest und dann mit den Konsequenzen leben musst.” Ein fairer Deal, wie Mammon fand.
Genauso fair fand er es, dass er sich dazu herab ließ, Hope etwas auf dem Klavier vorzuspielen und dazu etwas zu singen. Hope hatte im Übrigen nur teilweise damit Recht, dass er beim Spielen seine Umgebung im Blick hatte. Bei Stücken, die nicht seine Gefühle widerspiegelten, ja, da war dem so, da würde es ein Leichtes sein, mitzubekommen, wenn sie flüchten wollte. Doch wenn er Lieder spielte, wie beispielsweise dieses… da war Mammon durchaus unaufmerksamer. Eigentlich hatte der Teufelssohn nicht vorgehabt, so viel von sich preiszugeben, eigentlich hatte er es mit den ersten Zeilen belassen wollen. Doch meist war es so, dass es sich verselbstständigte, so, wie auch jetzt. Nur im Augenwinkel hatte er sehen können, dass sich die zierliche menschliche Hülle immer mehr dem Aufzug näherte. Sollte er ihr verbal sagen, dass es keinen Zweck hatte zu fliehen? Das Ablenkungsmanöver war clever gewählt und ja, sie hatte gerade die größte reale Chance, von hier zu verschwinden, als zu keinem anderen Zeitpunkt. Mammon würde sie sogar ziehen lassen, weil er wusste, dass er sie wiederfinden würde, wenn er wollen würde. Im Moment seiner Performance war ihm nur diese wichtig. Das Gefühlte wollte raus, wollte sich zeigen. Gefühle, die er so nie offen zugeben würde, einerseits, weil er sich die selbst nicht eingestehen wollte, andererseits, weil er oft auch gar nicht wusste, dass er so etwas fühlte.
Als das letzte Wort gesungen wurde und der letzte Ton verstummt war, hatte sich Mammon nun wieder an Hope gewandt, die so nah am Aufzug stand, dass sie den Aufzug hätte holen können. Doch sie tat es nicht. Mammon hörte ihre Worte, sagte jedoch nichts, sondern schritt zu seinem leeren Glas und füllte es erneut mit Scotch. Erst ein Schluck des Alkohols und dann entschied er sich zu sprechen. “Ach, tust du das?” Fragte er sie und trank gleich noch einmal hinterher. Doch… wollte er wirklich aus ihrem Mund hören, was er unbewusst doch schon längst wusste? Tja und dann war noch die Frage, ob sie es sich überhaupt trauen würde, dies auszusprechen. “Ich jedenfalls für meinen Teil kann behaupten, dass ich das tue, weil es Spaß macht und ich gebe mich gern allem hin, was Spaß macht.” Die wirkliche Wahrheit, nun die behielt er für sich, wie so oft, wenn Mammon sich nicht dem offensichtlichem stellen wollte.
“Also, was ist nun? Wolltest du nicht eigentlich den Knopf drücken, damit der Aufzug sich öffnet und du von hier verschwinden kannst oder hab ich dich so mit meinem hervorragendem Gesang und Spiel so gefesselt, dass du doch nicht gehen willst?” Fragte er sie schließlich. Kaum hatte er nicht mehr gesungen und gespielt, war er wieder der Alte. Jemand, der sich für jemand hielt, dem niemand das Wasser reichen konnte.
Noch interessanter wurde es, als er nun ihren tiefsten Wünsche hervorgelockt hatte. Nicht das, was sie anfangs gesagt hatte, sondern ihre Rachewünsche. Erst wollte Hope sie als die Wünsche von Lamia abtun, aber dann hatte sie anscheinend festgestellt, dass es ihre eigenen waren. Ob es Mammon gefiel? Definitiv! Vielleicht behielt er sich genau das im Hinterkopf. Vielleicht… konnte man das ja für ihre Schuldabarbeitung nutzen. „Du hast aber nur den Teil interessant gefunden, der dir ähnlich ist.“ Ein müdes Lächeln huschte über seine Lippen. “Entschuldige, aber für Sex bin ich momentan nicht in Stimmung und all dieser ganze Gefühlskram, dafür musst du dir definitiv jemand anderes suchen.” Meinte Mammon. “Was jedoch dein Wunsch nach Rache angeht, nun das ist etwas, den ich dir durchaus erfüllen könnte.” Oh ja, das konnte er in der Tat.
Genauso konnte er jemanden bestrafen, wenn dieser seine Schulden nicht bezahlen wollte. Mammon fand, dass es sein gutes Recht war. Er hatte dem Anderen etwas gegeben, was dieser verlangt hatte und im Gegenzug konnte Mammon schließlich etwas zurückverlangen. Wenn sich da jemand weigerte, war es da nicht legitim, diesen dann dafür zu bestrafen? “Oh, das ist eine Art der Bezahlung.” Meinte Mammon mit einem gewissen Lächeln auf den Lippen. “Würde ich von dir Gehorsam verlangen, dann würdest du jetzt definitiv vor mir knien!” Da war sie wieder, diese Stimme eines Prinzen, der sich über das gemeinen Fußvolk sah. Wieso auch nicht? Er war etwas Besseres als diese Menschen und er war etwas Besseres als Dämonen. Natürlich könnte er sich so ein Verhalten erlauben. “Dennoch… sehe es als eine Art Gefallen oder Deal an. Ich verschone dich damit, dass meine Security dich unsanft rausschmeißt und der Polizei übergibt und du stehst dafür bei mir in der Schuld, die ich irgendwann beglichen haben will. Was und wann ist jedoch dabei meine Entscheidung.” Erklärte Mammon, der es absolut nicht für Gehorsam hielt, sondern eher für eine Win-Win-Situation. “Und es obliegt ganz allein dir, ob du eben deine Schuld, die du bei mir hast, dann begleichst oder dich dagegen entscheidest und dann mit den Konsequenzen leben musst.” Ein fairer Deal, wie Mammon fand.
Genauso fair fand er es, dass er sich dazu herab ließ, Hope etwas auf dem Klavier vorzuspielen und dazu etwas zu singen. Hope hatte im Übrigen nur teilweise damit Recht, dass er beim Spielen seine Umgebung im Blick hatte. Bei Stücken, die nicht seine Gefühle widerspiegelten, ja, da war dem so, da würde es ein Leichtes sein, mitzubekommen, wenn sie flüchten wollte. Doch wenn er Lieder spielte, wie beispielsweise dieses… da war Mammon durchaus unaufmerksamer. Eigentlich hatte der Teufelssohn nicht vorgehabt, so viel von sich preiszugeben, eigentlich hatte er es mit den ersten Zeilen belassen wollen. Doch meist war es so, dass es sich verselbstständigte, so, wie auch jetzt. Nur im Augenwinkel hatte er sehen können, dass sich die zierliche menschliche Hülle immer mehr dem Aufzug näherte. Sollte er ihr verbal sagen, dass es keinen Zweck hatte zu fliehen? Das Ablenkungsmanöver war clever gewählt und ja, sie hatte gerade die größte reale Chance, von hier zu verschwinden, als zu keinem anderen Zeitpunkt. Mammon würde sie sogar ziehen lassen, weil er wusste, dass er sie wiederfinden würde, wenn er wollen würde. Im Moment seiner Performance war ihm nur diese wichtig. Das Gefühlte wollte raus, wollte sich zeigen. Gefühle, die er so nie offen zugeben würde, einerseits, weil er sich die selbst nicht eingestehen wollte, andererseits, weil er oft auch gar nicht wusste, dass er so etwas fühlte.
Als das letzte Wort gesungen wurde und der letzte Ton verstummt war, hatte sich Mammon nun wieder an Hope gewandt, die so nah am Aufzug stand, dass sie den Aufzug hätte holen können. Doch sie tat es nicht. Mammon hörte ihre Worte, sagte jedoch nichts, sondern schritt zu seinem leeren Glas und füllte es erneut mit Scotch. Erst ein Schluck des Alkohols und dann entschied er sich zu sprechen. “Ach, tust du das?” Fragte er sie und trank gleich noch einmal hinterher. Doch… wollte er wirklich aus ihrem Mund hören, was er unbewusst doch schon längst wusste? Tja und dann war noch die Frage, ob sie es sich überhaupt trauen würde, dies auszusprechen. “Ich jedenfalls für meinen Teil kann behaupten, dass ich das tue, weil es Spaß macht und ich gebe mich gern allem hin, was Spaß macht.” Die wirkliche Wahrheit, nun die behielt er für sich, wie so oft, wenn Mammon sich nicht dem offensichtlichem stellen wollte.
“Also, was ist nun? Wolltest du nicht eigentlich den Knopf drücken, damit der Aufzug sich öffnet und du von hier verschwinden kannst oder hab ich dich so mit meinem hervorragendem Gesang und Spiel so gefesselt, dass du doch nicht gehen willst?” Fragte er sie schließlich. Kaum hatte er nicht mehr gesungen und gespielt, war er wieder der Alte. Jemand, der sich für jemand hielt, dem niemand das Wasser reichen konnte.

