30.07.2026, 15:08
Auf seine erneute Erklärung ging Hope nicht mehr ein. Entweder verstand Mammon den Unterschied tatsächlich nicht oder er wollte ihn nicht verstehen; für eine weitere Runde derselben Diskussion fehlte ihr inzwischen jede Kraft.
Mammons sichtbares Interesse an jener dunklen Kraft, die sich für einen kurzen Moment in ihrer Stimme gezeigt hatte, beruhigte Hope keineswegs. Im Gegenteil: Während er darin offenbar etwas Spannendes, vielleicht sogar etwas Nützliches sah, fühlte sie selbst noch immer den fremdartigen Nachhall in ihrer Kehle und wusste nicht, ob sie sich davor fürchten oder daran festhalten sollte.
Sie horchte erneut in sich hinein, wartete auf Lamias höhnisches Lachen oder irgendeine Bemerkung, mit der die Dämonin diesen Augenblick für sich beanspruchte, doch es blieb still. „Ich weiß nicht, was in mir steckt“, gestand sie schließlich leise, während ihr Blick unsicher zwischen Mammon und dem Boden schwankte. „Und ich weiß auch nicht, ob ich es herausfinden will.“
Die Vorstellung, dass etwas von Lamias Kraft inzwischen ebenfalls zu ihr gehörte, ließ ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Zugleich hatte sie zum ersten Mal etwas davon gespürt, ohne dabei zu verschwinden, ohne Stunden später in einem fremden Chaos zu erwachen und nur noch anhand von Blut oder Erinnerungsfetzen erahnen zu können, was geschehen war. Vielleicht bedeutete es, dass sie der Dämonin nicht vollkommen hilflos ausgeliefert war. Vielleicht aber auch, dass die Grenze zwischen ihnen bereits viel brüchiger geworden war, als Hope bisher hatte wahrhaben wollen. Gerade dieser Widerspruch machte ihr Angst: Ein Teil von ihr wollte niemals wieder so klingen, während ein anderer sich noch an jene Kraft erinnerte, mit der ihre eigene Stimme plötzlich den Raum erfüllt hatte, wenn sie ihr ihre Tabletten hatten aufzwingen wollen.
Mammons nächste Bemerkung traf sie jedoch vollkommen unvorbereitet. Für Sex sei er momentan nicht in Stimmung. Das Wort ließ Hopes Gesicht schlagartig heiß werden, obwohl sich gleichzeitig eine eisige Kälte über ihren Nacken und ihre Arme ausbreitete. Ihre Schultern zogen sich zusammen, als könnte sie ihren Körper dadurch kleiner machen, während ihre Finger sich unbewusst um das eigene Handgelenk schlossen. Für einen Augenblick war da nicht mehr das Penthouse, sondern das Gefühl, festgehalten zu werden, ein fremder Atem zu nah an ihr und Walter Kindels Stimme, die sich in Erinnerungen drängte, welche sie seitdem kaum in eine erkennbare Reihenfolge bringen konnte.
„Ich… ich habe nicht von…“ Ihre Stimme versagte, ehe sie das Wort überhaupt aussprechen konnte. Hope schluckte, blickte hastig zur Seite und zwang sich dennoch dazu, weil sie Mammon nicht mit dieser Annahme stehen lassen wollte. „daavon gesprochen.“ Es klang kaum lauter als ein Flüstern. Allein es so direkt sagen zu müssen, ließ ihren Griff um das eigene Handgelenk fester werden. „Und ich habe auch nicht gesagt, dass ich das von dir will.“ Ihre Worte kamen schneller, beinahe abwehrend, während sie den Blick weiterhin nicht vollständig zu ihm heben konnte. „Du hast mich gezwungen, dir zu sagen, was mir fehlt. Dass ich jemanden berühren möchte, ohne Angst zu haben, bedeutet nicht… nicht automatisch das.“ Vielleicht wusste Mammon tatsächlich nicht, dass Nähe etwas anderes sein konnte als Begehren, oder vielleicht war es ihm schlicht gleichgültig. Für Hope aber lagen zwischen einer freiwilligen Berührung und allem, was ihr genommen worden war, Welten. Unwillkürlich fragte sie sich, ob Mammon in ihr hatte erspüren können, was ihr widerfahren war. Und gleichzeitig hoffte sie stumm, dass er es niemals herausfand.
Umso unvermittelter traf sie sein Angebot, ihren Rachewunsch erfüllen zu können. Hopes Kopf hob sich, noch bevor sie bewusst entschieden hatte, ihn wieder anzusehen. „W… w… was…?“ Für einen Moment verschwanden sogar Scham und Beklemmung hinter der schieren Möglichkeit dessen, was er behauptete. Die Ärzte, die Pfleger, die verschlossenen Türen und jene Gesichter, die immer ruhig geblieben waren, weil sie genau gewusst hatten, dass ihr Wort mehr zählte als ihres – Mammon sprach davon, als könnte er sie tatsächlich erreichen. Als könnte es Konsequenzen geben, nachdem Hope so lange hatte hinnehmen müssen, dass niemand auch nur nach ihnen fragte.
„Wie?“ Das Wort verließ ihre Lippen viel zu schnell. Kaum hatte sie es ausgesprochen, erschrak sie über das unverkennbare Interesse in ihrer eigenen Stimme und wich mit dem Oberkörper ein wenig zurück, als könnte sie die Frage dadurch wieder einfangen. Doch sie war längst zwischen ihnen ausgesprochen. Mammon wusste nun, dass die Versuchung wirkte. Und Hope wusste es ebenfalls.
Seine Behauptung, sie würde längst vor ihm knien, wenn er tatsächlich Gehorsam verlangte, ließ sich ihre Knie unwillkürlich anspannen. Sie verlagerte ihr Gewicht, als müsste sie überprüfen, ob ihre Beine noch ihr gehörten, während ihr Blick für einen Augenblick zu Boden sank. Nach dem, was er bereits mit ihren Gedanken getan hatte, konnte sie nicht sicher sein, dass es nur eine großspurige Behauptung war. Dennoch erklärte er weiter, als handele es sich um einen vollkommen fairen Handel: Er hatte sie vor seiner Security und der Polizei bewahrt, dafür schuldete sie ihm etwas, dessen Zeitpunkt und Inhalt ausschließlich er bestimmen durfte. Hope hörte zu, doch mit jedem Wort wurde deutlicher, wie geschickt er Zwang in den Klang einer freiwilligen Vereinbarung kleidete.
„Du nennst es einen Deal, weil das besser klingt“, sagte sie schließlich. „Aber eine Wahl zwischen dem, was du willst, und Folter ist keine Wahl.“ Ihre Stimme blieb leise, denn die Erinnerung an seine Kellermeisterin genügte noch immer, um ihre Kehle eng werden zu lassen. Mammon erfüllte Wünsche nicht, weil ihm etwas an den Menschen lag. Er fand heraus, wonach sie sich sehnten, bot es ihnen an und verwandelte es anschließend in eine neue Verpflichtung, deren Bedingungen allein ihm gehörten. Sein Racheangebot war damit ebenso gefährlich wie verlockend. Hope durchschaute die Falle – und konnte trotzdem nicht verhindern, sich für einen kurzen Moment vorzustellen, wie es wäre, wenn jene Menschen endlich Angst vor dem Klang eines Schlüssels hätten.
Als Mammon sein Lied schließlich wieder auf bloßen Spaß reduzierte, lag für einen flüchtigen Moment etwas beinahe Wissendes in Hopes Blick. Er wich aus. Das wusste sie, doch ob er auch wusste, dass sie es erkannt hatte? Dennoch würde sie nicht versuchen, tiefer in ihn einzudringen. Er hatte ihr Innerstes gegen ihren Willen geöffnet; sie wollte nicht ebenso werden. „Dann nennen wir es Spaß, wenn es dir hilft“, erwiderte sie ruhig. Der Satz besaß eine kleine Spitze, doch keine offene Herausforderung. Sie ließ ihm seine Schutzhülle, obwohl sie nun wusste, dass unter seiner Selbstgefälligkeit etwas lag, das sich nicht so leicht mit Lust, Macht oder Vergnügen erklären ließ.
Auf seine abschließende Frage hin glitt Hopes Blick zum Fahrstuhlknopf, über dem ihre Hand noch immer schwebte. Sie hätte behaupten können, dass sie nie hatte fliehen wollen, doch Mammon würde die Lüge ohnehin erkennen. „Ich wollte gehen“, sagte sie deshalb schlicht. Dann sah sie wieder zu ihm, wobei ihr die Entfernung zwischen ihnen weiterhin ein wenig Mut verlieh. „Du hattest mir gerade erklärt, dass mein Nein für dich nichts bedeutet. Natürlich wollte ich gehen.“
Ihre Fingerspitzen näherten sich dem Knopf, hielten jedoch noch einmal inne. „Und ja… dein Lied hat mich aufgehalten. Aber nicht aus dem Grund, den du gerade hören möchtest.“ Ein schwacher Trotz trat in ihren Blick, als sie hinzufügte: „Und das weißt du.“
Schließlich drückte sie den Knopf. Der leise Signalton erklang, doch Hope wandte sich nicht sofort zu den geschlossenen Türen. Fortzugehen war noch immer das Vernünftigste, und dennoch widerstrebte ihr der Gedanke, diesen Abend erneut nur Lamia zu überlassen – als eine weitere Erfahrung, die Hope selbst nicht gemacht hatte und lediglich aus fremden Erinnerungssplittern kannte. „Bisher kennt nur Lamia deinen Club“, sagte sie nach kurzem Zögern. Ihre Stimme blieb vorsichtig, denn sie wusste selbst nicht, ob sie gerade Neugier, Trotz oder einen neuen Fluchtweg in Worte fasste. „Zeigst du ihn mir auch?“ Ihr Blick wanderte kurz zu den Fahrstuhltüren und kehrte dann zu Mammon zurück. „Hier oben möchte ich jedenfalls nicht bleiben.“
Mammons sichtbares Interesse an jener dunklen Kraft, die sich für einen kurzen Moment in ihrer Stimme gezeigt hatte, beruhigte Hope keineswegs. Im Gegenteil: Während er darin offenbar etwas Spannendes, vielleicht sogar etwas Nützliches sah, fühlte sie selbst noch immer den fremdartigen Nachhall in ihrer Kehle und wusste nicht, ob sie sich davor fürchten oder daran festhalten sollte.
Sie horchte erneut in sich hinein, wartete auf Lamias höhnisches Lachen oder irgendeine Bemerkung, mit der die Dämonin diesen Augenblick für sich beanspruchte, doch es blieb still. „Ich weiß nicht, was in mir steckt“, gestand sie schließlich leise, während ihr Blick unsicher zwischen Mammon und dem Boden schwankte. „Und ich weiß auch nicht, ob ich es herausfinden will.“
Die Vorstellung, dass etwas von Lamias Kraft inzwischen ebenfalls zu ihr gehörte, ließ ihr einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Zugleich hatte sie zum ersten Mal etwas davon gespürt, ohne dabei zu verschwinden, ohne Stunden später in einem fremden Chaos zu erwachen und nur noch anhand von Blut oder Erinnerungsfetzen erahnen zu können, was geschehen war. Vielleicht bedeutete es, dass sie der Dämonin nicht vollkommen hilflos ausgeliefert war. Vielleicht aber auch, dass die Grenze zwischen ihnen bereits viel brüchiger geworden war, als Hope bisher hatte wahrhaben wollen. Gerade dieser Widerspruch machte ihr Angst: Ein Teil von ihr wollte niemals wieder so klingen, während ein anderer sich noch an jene Kraft erinnerte, mit der ihre eigene Stimme plötzlich den Raum erfüllt hatte, wenn sie ihr ihre Tabletten hatten aufzwingen wollen.
Mammons nächste Bemerkung traf sie jedoch vollkommen unvorbereitet. Für Sex sei er momentan nicht in Stimmung. Das Wort ließ Hopes Gesicht schlagartig heiß werden, obwohl sich gleichzeitig eine eisige Kälte über ihren Nacken und ihre Arme ausbreitete. Ihre Schultern zogen sich zusammen, als könnte sie ihren Körper dadurch kleiner machen, während ihre Finger sich unbewusst um das eigene Handgelenk schlossen. Für einen Augenblick war da nicht mehr das Penthouse, sondern das Gefühl, festgehalten zu werden, ein fremder Atem zu nah an ihr und Walter Kindels Stimme, die sich in Erinnerungen drängte, welche sie seitdem kaum in eine erkennbare Reihenfolge bringen konnte.
„Ich… ich habe nicht von…“ Ihre Stimme versagte, ehe sie das Wort überhaupt aussprechen konnte. Hope schluckte, blickte hastig zur Seite und zwang sich dennoch dazu, weil sie Mammon nicht mit dieser Annahme stehen lassen wollte. „daavon gesprochen.“ Es klang kaum lauter als ein Flüstern. Allein es so direkt sagen zu müssen, ließ ihren Griff um das eigene Handgelenk fester werden. „Und ich habe auch nicht gesagt, dass ich das von dir will.“ Ihre Worte kamen schneller, beinahe abwehrend, während sie den Blick weiterhin nicht vollständig zu ihm heben konnte. „Du hast mich gezwungen, dir zu sagen, was mir fehlt. Dass ich jemanden berühren möchte, ohne Angst zu haben, bedeutet nicht… nicht automatisch das.“ Vielleicht wusste Mammon tatsächlich nicht, dass Nähe etwas anderes sein konnte als Begehren, oder vielleicht war es ihm schlicht gleichgültig. Für Hope aber lagen zwischen einer freiwilligen Berührung und allem, was ihr genommen worden war, Welten. Unwillkürlich fragte sie sich, ob Mammon in ihr hatte erspüren können, was ihr widerfahren war. Und gleichzeitig hoffte sie stumm, dass er es niemals herausfand.
Umso unvermittelter traf sie sein Angebot, ihren Rachewunsch erfüllen zu können. Hopes Kopf hob sich, noch bevor sie bewusst entschieden hatte, ihn wieder anzusehen. „W… w… was…?“ Für einen Moment verschwanden sogar Scham und Beklemmung hinter der schieren Möglichkeit dessen, was er behauptete. Die Ärzte, die Pfleger, die verschlossenen Türen und jene Gesichter, die immer ruhig geblieben waren, weil sie genau gewusst hatten, dass ihr Wort mehr zählte als ihres – Mammon sprach davon, als könnte er sie tatsächlich erreichen. Als könnte es Konsequenzen geben, nachdem Hope so lange hatte hinnehmen müssen, dass niemand auch nur nach ihnen fragte.
„Wie?“ Das Wort verließ ihre Lippen viel zu schnell. Kaum hatte sie es ausgesprochen, erschrak sie über das unverkennbare Interesse in ihrer eigenen Stimme und wich mit dem Oberkörper ein wenig zurück, als könnte sie die Frage dadurch wieder einfangen. Doch sie war längst zwischen ihnen ausgesprochen. Mammon wusste nun, dass die Versuchung wirkte. Und Hope wusste es ebenfalls.
Seine Behauptung, sie würde längst vor ihm knien, wenn er tatsächlich Gehorsam verlangte, ließ sich ihre Knie unwillkürlich anspannen. Sie verlagerte ihr Gewicht, als müsste sie überprüfen, ob ihre Beine noch ihr gehörten, während ihr Blick für einen Augenblick zu Boden sank. Nach dem, was er bereits mit ihren Gedanken getan hatte, konnte sie nicht sicher sein, dass es nur eine großspurige Behauptung war. Dennoch erklärte er weiter, als handele es sich um einen vollkommen fairen Handel: Er hatte sie vor seiner Security und der Polizei bewahrt, dafür schuldete sie ihm etwas, dessen Zeitpunkt und Inhalt ausschließlich er bestimmen durfte. Hope hörte zu, doch mit jedem Wort wurde deutlicher, wie geschickt er Zwang in den Klang einer freiwilligen Vereinbarung kleidete.
„Du nennst es einen Deal, weil das besser klingt“, sagte sie schließlich. „Aber eine Wahl zwischen dem, was du willst, und Folter ist keine Wahl.“ Ihre Stimme blieb leise, denn die Erinnerung an seine Kellermeisterin genügte noch immer, um ihre Kehle eng werden zu lassen. Mammon erfüllte Wünsche nicht, weil ihm etwas an den Menschen lag. Er fand heraus, wonach sie sich sehnten, bot es ihnen an und verwandelte es anschließend in eine neue Verpflichtung, deren Bedingungen allein ihm gehörten. Sein Racheangebot war damit ebenso gefährlich wie verlockend. Hope durchschaute die Falle – und konnte trotzdem nicht verhindern, sich für einen kurzen Moment vorzustellen, wie es wäre, wenn jene Menschen endlich Angst vor dem Klang eines Schlüssels hätten.
Als Mammon sein Lied schließlich wieder auf bloßen Spaß reduzierte, lag für einen flüchtigen Moment etwas beinahe Wissendes in Hopes Blick. Er wich aus. Das wusste sie, doch ob er auch wusste, dass sie es erkannt hatte? Dennoch würde sie nicht versuchen, tiefer in ihn einzudringen. Er hatte ihr Innerstes gegen ihren Willen geöffnet; sie wollte nicht ebenso werden. „Dann nennen wir es Spaß, wenn es dir hilft“, erwiderte sie ruhig. Der Satz besaß eine kleine Spitze, doch keine offene Herausforderung. Sie ließ ihm seine Schutzhülle, obwohl sie nun wusste, dass unter seiner Selbstgefälligkeit etwas lag, das sich nicht so leicht mit Lust, Macht oder Vergnügen erklären ließ.
Auf seine abschließende Frage hin glitt Hopes Blick zum Fahrstuhlknopf, über dem ihre Hand noch immer schwebte. Sie hätte behaupten können, dass sie nie hatte fliehen wollen, doch Mammon würde die Lüge ohnehin erkennen. „Ich wollte gehen“, sagte sie deshalb schlicht. Dann sah sie wieder zu ihm, wobei ihr die Entfernung zwischen ihnen weiterhin ein wenig Mut verlieh. „Du hattest mir gerade erklärt, dass mein Nein für dich nichts bedeutet. Natürlich wollte ich gehen.“
Ihre Fingerspitzen näherten sich dem Knopf, hielten jedoch noch einmal inne. „Und ja… dein Lied hat mich aufgehalten. Aber nicht aus dem Grund, den du gerade hören möchtest.“ Ein schwacher Trotz trat in ihren Blick, als sie hinzufügte: „Und das weißt du.“
Schließlich drückte sie den Knopf. Der leise Signalton erklang, doch Hope wandte sich nicht sofort zu den geschlossenen Türen. Fortzugehen war noch immer das Vernünftigste, und dennoch widerstrebte ihr der Gedanke, diesen Abend erneut nur Lamia zu überlassen – als eine weitere Erfahrung, die Hope selbst nicht gemacht hatte und lediglich aus fremden Erinnerungssplittern kannte. „Bisher kennt nur Lamia deinen Club“, sagte sie nach kurzem Zögern. Ihre Stimme blieb vorsichtig, denn sie wusste selbst nicht, ob sie gerade Neugier, Trotz oder einen neuen Fluchtweg in Worte fasste. „Zeigst du ihn mir auch?“ Ihr Blick wanderte kurz zu den Fahrstuhltüren und kehrte dann zu Mammon zurück. „Hier oben möchte ich jedenfalls nicht bleiben.“

